Regeneratives Wirtschaften als Antwort auf die Polykrise.
Im Großen und in Organisationen, Unternehmen und in jeder Kommune.
Es ist eine Art, eine Organisation zu bauen, die mehr zurückgibt, als sie entnimmt. Es fängt bei Fragen an, die ohnehin anstehen: woher Ihr Strom kommt, wem Ihr Betrieb gehört, wie viele Anbieter eine kritische Lieferung hat. Nachhaltigkeit zielt auf den Punkt, an dem kein Schaden mehr entsteht. Regeneratives Wirtschaften beginnt dort und baut wieder auf. Der Gewinn landet bei Ihnen, in weniger Abhängigkeit von Preisen und Wegen, die Sie nicht beeinflussen. Manche Schritte kosten am Anfang Geld und rechnen sich über Jahre. Im Großen wirkt es, wenn viele Betriebe so bauen. Welche Entscheidungen bei Ihnen zählen, hängt davon ab, wo eine Krise Sie erreicht.
Wie Krisen ankommen
Krisen nehmen benennbare Wege in Ihr Unternehmen.
Die Polykrise ist ein System großer Krisen, die einander verstärken. Sie erreichen fast jedes Unternehmen über eine begrenzte Zahl von Wegen.
Ich nenne diese Wege Schockkanäle. Gemeint ist der Weg, über den eine Krise des Gesamtsystems im Betrieb ankommt. Dort wird sie zu einer Zahl in der Gewinn- und Verlustrechnung, zu einem Posten in der Bilanz oder zu verlorener Handlungsfähigkeit. Ein Krieg stört Transportwege, Öl und Fracht springen im Preis, die Marge bricht ein.
Jeder dieser Kanäle lässt sich einer Gestaltungsentscheidung zuordnen, die ihn verengt oder erweitert. Wer seine gesamte IT bei einem einzigen ausländischen Anbieter bündelt, öffnet den Kanal der digitalen Abhängigkeit weit. Eigentum, das an den Zweck gebunden bleibt, in einer Genossenschaft oder im Verantwortungseigentum, schließt den Kanal der feindlichen Übernahme. Der Sensorhersteller elobau im Allgäu erzeugt seinen Strom auf dem eigenen Dach und gehört sich selbst. Das macht ihn von Energiepreisschocks und von Finanzdruck zugleich unabhängiger.
Regeneratives Wirtschaften macht ein Unternehmen nicht immun. Es verlagert Abhängigkeit: weg von fernen, unbeeinflussbaren Engstellen, hin zu nahen, teils gestaltbaren Systemen, in deren Gesundheit der Betrieb investiert. Ein Schutzschild ist das nicht. Bei regionalen Störungen kann er sogar stärker ausgesetzt sein als ein globaler Konzern. Der gefährlichste Moment ist der Übergang, in dem die globalen Leinen schon gekappt sind und die regionalen Kreisläufe noch nicht tragen. Autarkie ist deshalb kein Ziel. Reine Lokalisierung ist selbst fragil, eine Dürre in der eigenen Region löscht sie aus. Tragfähig ist ein Betrieb aus eigenständigen Teilen, der für jede kritische Lieferung mehr als einen bewusst gewählten Weg hat. Es ist ein Pfad, auf dem ein Betrieb die kritischsten dieser Wege Schritt für Schritt verengt.
Regeneratives Wirtschaften
Stärke durch Unabhängigkeit.
In einer Welt wachsender und teils unvorhersehbarer Krisen entscheidet sich Zukunftsfähigkeit daran, ob eine Organisation stark, handlungsfähig und unabhängig bleibt. Auch gegenüber Risiken, die heute noch niemand benennen kann.
Regeneratives Wirtschaften ist dafür eine konkrete betriebswirtschaftliche Antwort: weniger fragile Abhängigkeiten, widerstandsfähige Strukturen und Kreisläufe, langfristige Handlungsfähigkeit. Ein moralisches Nischenthema ist es nicht.
Eine Wirtschaft, die Menschen und Planeten nährt statt ausbeutet, ist keine Utopie. Die Pionierinnen und Pioniere dafür gibt es schon. Ich mache sie sichtbar und begleite die, die folgen wollen.
Das Buch
Regenerative Wirtschaft
Echte Pionierinnen und Pioniere vom Startup bis zum Mittelstand zeigen, was regeneratives Wirtschaften konkret bedeutet. Keine Theorie, gelebte Praxis. Sie werden es lesen und wissen: Das ist auch für uns möglich.
Das Programm
re:connect Inkubator
Im bundesgeförderten Inkubator begleiten wir mit der fiveP eG und dem REGWI insgesamt 60 gemeinwohlorientierte Unternehmen über Monate auf ihrem Weg zum regenerativen Wirtschaften. Konkret und praxisnah.
Das Netzwerk
Regenerative Business Network DACH
Wenn Sie Gleichgesinnte suchen, finden Sie sie hier. Regelmäßige Meetups, Austausch zu Praxisfällen, Ankündigungen in der Gruppe.
Der Vorteil kommt zuerst
Niemand kauft einen Verbrenner, um das Klima zu zerstören.
Man kauft ihn, weil man glaubt, er bringt einen Vorteil. Warum reden wir dann über alles außer über den Vorteil?
Eigene Energie
Strom vom eigenen Dach spart ab dem ersten Sonnentag. Er macht einen wachsenden Teil der Energiekosten kalkulierbar und dämpft Preissprünge.
Material im Kreislauf
Jedes Kilo Material, das im Betrieb bleibt, muss nicht eingekauft werden. Kreislauf ist Kostensenkung und Risikomanagement in einem.
Gesunde Böden
Böden, die Wasser halten, kommen besser durch die Dürre.
Regionale Lieferwege
Wer regional denkt, hat kurze Wege und bekannte Gesichter. Die Lieferkette verteilt sich auf mehrere Wege statt auf einen einzigen Hafen.
Gemeinsam wirtschaften
Gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften macht ein auskömmliches Geschäft auch dort möglich, wo kein funktionierender Markt besteht.
Zählen Sie nach, wie oft in dieser Liste das Klima vorkam. Für viele, mich eingeschlossen, ist das Klima trotzdem der eigentliche Antrieb. In meinem Fall, damit meine Tochter noch eine Welt hat, wenn sie so alt ist wie ich. Die Entscheidungen sind in beiden Fällen dieselben.
Vorträge und Workshops
Erst die Diagnose, dann der eigene Schritt.
Mein Thema ist die Polykrise und die Frage, wie regeneratives Wirtschaften die Wege in den Betrieb verengt.
Als Vortrag ist das die Diagnose: die Krisen, die Wege in den Betrieb, die Entscheidungen, die sie verengen. Im Workshop kommt die eigene Anwendung dazu.
Aus der Arbeit im re:connect Inkubator ist ein Format über 90 Minuten entstanden, für Unternehmerinnen und Unternehmer kleiner und mittlerer Betriebe. Es folgt drei Schritten: Problem, Antwort, Handlung. Jede Person benennt den Schockkanal, der sie am stärksten trifft. Dann wählt sie im Kartenset ein regeneratives Prinzip und begründet in einem Satz, warum es diesen Kanal verengt. Am Ende steht ein nächster Schritt im eigenen Betrieb, klein genug, um ihn wirklich zu gehen.
Schreiben Sie mir Anlass, Publikum und Zeitrahmen. Länge und Zuschnitt stimme ich mit Ihnen ab, vor Ort oder digital.